Biomasse

Der Begriff Biomasse umfasst pflanzliche und tierische Produkte, die zur Energiegewinnung verwendet werden können, wie z.B.

  • Pellets
  • Holz
  • Hackschnitzel
  • Biogas

Heizen mit Biomasse lohnt sich besonders, wenn man bei einer Sanierung KfW-Standards (Kreditanstalt für Wiederaufbau) erreichen will, um günstige Kredite erhalten zu können.

Pellets

Pellets sind in eine zylindrische Form gepresste Holzreste. Diese stammen meist aus der Holzverarbeitung, mittlerweile wird aber auch extra zur Pelletverarbeitung Holz geschlagen und verarbeitet.


Eine Pelletheizung ist durch eine ausreichend hohe Vorlauftemperatur sehr gut in ein bestehendes Heizungssystem einzubinden, ohne die Notwendigkeit, Flächenheizungen einzubauen, welche mit niedrigen Temperaturen betrieben werden. Die Beschickung erfolgt entweder über einen sich am Gerät befindlichen Speicher oder über einen separaten Speicherraum.

 

Bei der ersten Variante müssen die Pellets von Hand in den Speicher gefüllt werden, welcher aber so dimensioniert ist, dass je nach Gebäude und Heizperiode der Vorrat 1-2 Wochen ausreicht, ohne neu befüllt zu werden. Die automatische Beschickung erfolgt über einen Speicherraum, aus dem die Pellets mit einer Förderschnecke automatisch zur Heizung transportiert werden, womit ein manuelles Befüllen entfällt.

Holz

Holzheizungen können heute zur Unterstützung der bestehenden Heizungsanlage benutzt oder als alleinige Heizung installiert werden. Wassergeführte Öfen unterstützen die bestehende Heizungsanlage, wobei sich zwei Systeme etabliert haben: Entweder wird  das Warmwasser direkt im wasserumspülten Brandraum erzeugt oder es wird über einen Wärmetauscher mit Hilfe der Abgase erwärmt.

 

Holzscheitanlagen oder Holzvergaser können als alleinige Zentralheizung eingesetzt werden. Bei Holzscheitanlagen ist eine automatische Beschickung nicht möglich, jedoch können je nach Hersteller auch 1m- Holzscheite als Brennstoff eingesetzt werden. Desweitern sind auch Kombinationen aus Holzscheit- und Pelletfeuerung möglich.

Hackschnitzel

Hachschnitzelheizungen funktionieren prinzipiell wie eine Pelletheizung. Durch das im Vergleich zu Pellets große Lagervolumen und die unterschiedlichen Qualitäten der Hackschnitzel ist eine Nutzung eher für größere Biomasseheizwerke oder Biomasseheizkraftwerke sinnvoll.

Vor- und Nachteile

Vorteile:

• CO2-neutral

• sehr guter Primärenergiebedarf

• Unabhängig von Öl-Preisentwicklung

 

Nachteile:

• Vorratshaltung

• höhere Investitionskosten

• höherer Wartungsaufwand