Sanierungskonzepte

Die Ursache muss behoben werden, bevor die Sanierung beginnnen kann, ansonsten wird in absehbarer Zeit der Schaden wieder auftreten. Ein Anheben des Fundaments oder eine nachträgliche Gründung ist oft unabdingbar. Es gibt verschiedene Systeme, die dem heutigen Stand der Technik entsprechen.

 

Verbauen von Fertigteil-Presspfählen

Diese werden erschütterungsfrei in den Boden gepresst, dabei wird wenig Platz benötigt. Der Verpresspfahl besteht aus einzelnen Fertigteilen, die dann nach und nach in den Untergrund verpresst werden. Dabei wird die Fundamentenplatte als Wiederlager genutzt, um die Ringe ins Erdreich zu pressen. Dieses Verfahren ist optimal, wenn eine nachträgliche tiefe Gründung erfolgen muss, wie zum Beispiel wenn alte Gründungspfähle aus Holz verrottet sind und es deswegen zu Setzungen kommt.

Quelle: URETEK
Quelle: URETEK

Injektion / Verpressung
Eine Möglichkeit, Fundamente oberflächlich anzuheben, ist die Injektion von expansivem Harzgemisch. Dieses Gemisch besteht aus zwei Komponenten, die zusammen stark ihr Volumen vergrößern und innerhalb von Minuten aushärten. Dadurch drückt das Gemisch gegen die Umgebung und presst das Fundament kontrolliert in die richtige Lage. So kann man Absackungen des Baugrundes beheben. Eine andere Einsatzmöglichkeit ist die Bodenverstärkung. Dabei wird der Boden duch die Verpressung für höhere Lasten tragfähig gemacht, z.B. bei Aufstockungen von Wohngebäuden. Eigentlich wird dieses Verfahren hauptsächlich im Industriebereich verrwendet. Dort wird das System für Absackungen oder zur Stabilisierung von Flugplätzen, Bahnschienen oder Schwerlastbereichen genutzt.